Flexibilität in der Volumenanpassungs- und Sauerstoffeintrags-Bemessung

Das STM®-System bietet verschiedene Möglichkeiten zur Bemessung:

Anpassung der Sauerstoffzufuhr durch

  • Veränderung der Drehzahl des Rades (Anpassung an die Betriebsbedingungen) mit stufenlos verstellbaren Getriebemotoren oder über Frequenzumformer,
  • Montage von Aufsatzröhren (Erhöhung der Gesamtsauerstoffzufuhr und der Abbauleistung),
  • Anpassung des Biobeckenvolumens.

Biobeckenvolumen

Wird ein aerobes Becken gewünscht (z.B. für weitestgehende Nitrifikation) sind die kleineren Abmessungen zu empfehlen. Das Wasservolumen wird maximal mit Sauerstoff versorgt. Eine hohe Nitrifikationsleistung ist immer gesichert.

Je größer die jeweiligen Abmessungen bei gleichem Rad gewählt werden (Aufweitung des Biobeckenraumes), umso größer wird auch das zugehörige Biobeckenvolumen. Zunehmend werden damit anoxische Bereiche geschaffen, wie sie für die simultane Denitrifikation erforderlich sind. Diese anoxischen Bereiche werden hauptsächlich unter dem Rad gebildet. Es ist als gesichert anzusehen, daß bei einer Aufweitung des Biobeckenraumes innerhalb eines Rades und in dessen unmittelbarer Nähe immer aerobe Verhältnisse herrschen. Hier wird eine ständig hohe Nitrifikationsleistung erreicht, unabhängig von der momentanen Drehzahl des Rades.

Sauerstoff-Milieubedingungen im Stählermatic®-Biobecken

Die Größe der Zonen mit unterschiedlichen Sauerstoffmilieu- Bedingungen ist nicht als fix zu betrachten. Je nach Drehzahl, Turbulenz im Becken oder nach Sauerstoffbedarf des jeweiligen Belastungsfalls verschieben sich die jeweiligen Zonen. Dadurch wird hauptsächlich die Denitrifikationsleistung beeinflusst bei gleichbleibend hoher Nitrifikationsleistung. Durch eine Sauerstoffüberwachung und eine entsprechende Steuerung/Regelung werden diese Volumenanteile jedoch weitgehend konstant gehalten und damit auch die Leistungsanteile für die Nitrifikation und die simultane Denitrifikation.

Über die Möglichkeit mit Aufsatzröhren zu arbeiten sowie über die Festlegung der entsprechenden Beckenabmessungen kann sich das STM®-System jeder erforderlichen Reinigungssituation anpassen: vom weitgehenden Abbau der Kohlen- stoffverbindungen über die Nitrifikation bis hin zur simultanen Denitrifikation.

Durch die übliche Fahrweise des STM®-Systems mit höheren Biomasse-Konzentrationen als in konventionellen Belebtschlammanlagen wird gleichzeitig eine weitergehende biologische P-Elimination erreicht. Die freischwebende Biomasse ist einem ständigen Milieuwechsel zwischen anoxischen und aeroben Sauerstoffverhältnissen ausgesetzt. Dies steigert die P-Elimination ohne chemische Zusätze bei gleichbleibend hoher Leistung der anderen Abbauvorgänge.

Energie- und Volumenvergleich mit anderen Belebtschlammsystemen

Beispiel für 100.000 EW

Reinigungsziel: weitergehende Nitrifikation mit simultaner Denitrifikation, simultane Schlammstabilisierung, weitergehende biologische P-Elimination

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